Schulprogramm der Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg Moorrege
Inhalt:
I Vorbemerkung - Leitgedanken
II Zielsetzung
III Unterricht
IV Förderkonzept
V Pädagogische Arbeit

I. Vorbemerkung
Die Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg entstand im Jahr 2014 aus der Regionalschule Am Himmelsbarg. Diese Regionalschule entstand im Jahre 2009 im Zuge der Zusammenführung von Realschule und Hauptschule.
Die Schüler und Schülerinnen kommen überwiegend aus den zum Schulverband gehörenden Gemeinden Moorrege, Heist, Haselau und Haseldorf und Holm, in den letzten Jahren auch zunehmend aus den Gemeinden Appen und Hetlingen sowie aus den Städten Uetersen, Pinneberg und Wedel. Linienbusse befördern diejenigen Schülerinnen und Schüler, die einen weiten Schulweg haben, zur Schule und zurück.
Der Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg wurde der Titel „Zukunftsschule“ (Stufe 3: „Wir setzen Impulse“) verliehen.  
Als Ausbildungsschule ermöglicht es die Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg Lehrkräften im Vorbereitungsdienst, ihre Ausbildung abzuschließen.

Vision
Wir lernen gemeinsam.
Wir streben eine Schule an, in der alle Beteiligten an einem gemeinsamen Ziel arbeiten.
Wir stellen uns eine Schule vor, die unsere Schülerinnen und Schüler gerne besuchen und mit Freude viel lernen.
Unsere Schule soll eine Schule sein, in der Schülerinnen und Schüler mit Freude viel Lernen, indem sie soziale, fachliche und emotionale Kompetenzen erlangen.
Unsere Schule ist eine weiterführende Schule von der 5. bis zur 10. Klasse, in der Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf gute Lernvoraussetzungen vorfinden sollen, als auch Schülerinnen und Schüler, die mit unserem Mittleren Schulabschluss gute Voraussetzungen für eine weiterführende Schule zum Erwerb einer Hochschulreife finden können. Zudem sollen Schülerinnen und Schüler nach dem Erwerb des Ersten allgemeinbildenden Schulabschlusses oder Mittleren Schulabschlusses gut für eine Berufsausbildung vorbereitet sein.   

Leitgedanken der Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg Moorrege:
1. Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die Schule ist dem Bildungskonzept BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) verpflichtet. Das Bewusstsein, die Handlungsbereitschaft und der Handlungswille für eine nachhaltige Entwicklung  werden geschaffen und gestärkt.
2. Soziales Lernen
Soziales Lernen wird als Schwerpunkt der schulischen Arbeit angesehen.
* Auf der Grundlage von Respekt, Toleranz und Fairness werden elementare Regeln des Zusammenlebens vermittelt.
* Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler suchen nach gemeinsamen Wegen der Problem- und Konfliktbewältigung
* Verschiedene Veranstaltungen tragen zur Förderung des sozialen Lernens bei.
3. Berufsorientierung
Schülerinnen und Schüler erwerben an unserer Schule Qualifikationen für ihren persönlichen und beruflichen Werdegang.
4. Partizipation
Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gestalten die Schule gemeinsam.
* Enge Zusammenarbeit mit dem Schulelternbeirat
* Aktive SV
* Enge Zusammenarbeit im Präventionsrat
5. Vernetztes Denken
Schülerinnen und Schüler lösen komplexe Probleme im naturwissenschaftlichen Unterricht sowie im Wahlpflichtunterricht. Der Unterricht wird fächerübergreifend durchgeführt.
6. Globales Lernen
Die Schülerinnen und Schüler lernen, für sich und andere Verantwortung in der Welt zu übernehmen.

II. Zielsetzung
Bildungsziele und Kompetenzen (L1,2,3,6)
Abschlüsse
Es kann der Erste allgemeinbildende Schulabschluss nach der 9. Klasse abgelegt werden {nach § 7 (5) der GemVO}, der Voraussetzung für die Aufnahme in Ausbildungsberufe und weiterführenden Schulen ist.
Nach der 10. Klasse kann der Mittlere Schulabschluss abgelegt werden {nach § 7 (6) der GemVO}, der Voraussetzung für die Aufnahme in Ausbildungsberufe und weiterführenden Schulen ist.
Für das Erreichen der einzelnen Abschlüsse werden die Bildungsstandards für den Hauptschulabschluss (Beschluss der KMK vom 15.10.2004) und die Bildungsstandards des Mittleren Schulabschluss (Beschluss der KMK vom 04.12.2003) beachtet.
Unser Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Abschluss machen.
Kompetenzen
Die einzelnen Kompetenzbereiche (Sach-, Methoden-, Sozial- und Medienkompetenz) werden schulartübergreifend gefördert und gestärkt.
Soziales Lernen wird schon länger als einer der Schwerpunkte der schulischen Arbeit angesehen. Großer Wert wird vor allem auf
* die Regeln des Zusammenlebens durch Respekt und Toleranz beginnend im schulischen Umfeld bis hin zu globalen Dimensionen,
* die Problem- und Konfliktbewältigung durch Lehrkräfte, Eltern und Schüler
* und verschiedene Veranstaltungen (Klassenfahrten, Wandertage, Projekttage, Projektwochen, gemeinsame Feiern, Spieletage etc.) gelegt.
Unser Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewussten, selbstständigen, selbsttätigen und kritikfähigen Menschen zu erziehen (im Sinne des Schulgesetzes § 4 „Bildungs- und Erziehungsziele“ sowie den Anforderungen der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“).


* Medienkompetenz
o Computerkurse in Klasse 5
o Ablegen des „Europäischen Computer-Führerscheins“ (ECDL)
o Zeitungswerkstatt
o Schülerzeitung „Schöler Daagblatt“
o Laptops und Beamer in den Fachräumen, mobiler Einsatz in den Fachräumen
o Einsatz von Tabletts
o 2 moderne PC-Räume
o Smartboards in mehreren Fachräumen
o Schulung zu einem kritischen Umgangs mit Medien


Unterricht und Lernkultur (L1,2,4,5,6)
Entwicklung von Unterricht findet täglich unter Berücksichtigung der individuellen (Lern)-Voraussetzungen statt. Regelmäßige Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen für das Kollegium sichern den Standard im Hinblick auf Didaktik und Methodik.
Differenzierung
Der Unterricht wird differenziert angeboten, ein durchgängiger Wechsel zwischen den Anspruchsebenen wird angestrebt. Die Unterrichtsinhalte orientieren sich an den Bildungsstandards und Kompetenzen. Die zu Unterrichtenden sollen sich in ihren Lerngruppen gegenseitig unterstützen und möglichst selbstständig arbeiten. Unsere Schülerinnen und Schüler werden so unterrichtet, dass bei sehr guten Leistungen ein Wechsel an ein Gymnasium möglich ist.
Leistungsmessung
Der Lernstand der Schülerinnen und Schüler wird mehrfach im Schuljahr erhoben und festgehalten. Die zu Unterrichtenden werden verstärkt in die Leistungsdiagnostik durch Feedback und Selbsteinschätzung mit einbezogen. Sie erhalten im Laufe des Schuljahres mehrmals eine mündliche Rückmeldung bzgl. ihres Leistungsstandes, ihrer Kompetenzen und ihres Arbeitsverhaltens.
Wahlpflichtunterricht und Projekte
Ab Jahrgangsstufe 7 wird der Wahlpflichtunterricht (WPU) klassenübergreifend übergreifend erteilt unter besonderer Berücksichtigung des globalen Lernens.

* Projekte des Fördervereins:
o Schulhofgestaltung
o „Fit für die Wirtschaft“
Förderung:
Gemäß §3 (1) der RegVO bestimmt die Orientierung an den Lernvoraussetzungen und –prozessen der Schülerinnen/Schüler sowie an ihrer individuellen Förderung die Arbeit in der Schule.
* Ausgehend von den individuellen Lernvoraussetzungen erhalten möglichst viele Lernende Lernpläne, wenn die Diagnose der aktuellen Lernsituation eine Beseitigung von Lernrückständen erfordert oder eine spezielle Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler ermöglicht. Die Fortschritte bei der Lernplanarbeit werden regelmäßig von den Lehrkräften kontrolliert.
* Zusätzlich zu regelmäßigen Elternsprechtagen finden Beratungsgespräche mit Eltern, Schülerinnen/Schülern und Lehrkräften statt. Darüber hinaus bleibt die individuelle regelmäßige Beratung auch ohne feste Termine Bestandteil des Austausches zwischen Lehrkräften und Schülerinnen/Schülern.
* Für Schülerinnen/Schüler, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in der Lage sind, ihre Hausaufgaben den Anforderungen entsprechend anzufertigen, gibt es von montags bis donnerstags eine Hausaufgabenbetreuung im Bereich des Ganztagsangebots.
* Weitere Fördermaßnahmen sind erforderlich, so z.B. Teamteaching (Gruppenteilung) in Deutsch, Englisch und Mathematik, um auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus arbeiten und fördern zu können. Auch die Einplanung zusätzlicher Förderstunden ist für die Umsetzung des Gemeinschaftsschulkonzepts notwendig.
* Hausaufgabenheft
* Lesen macht stark


Schulleben und Schulkultur (L4,6)
Mehrmals im Jahr werden bei uns Sport- und Schulveranstaltungen geplant und durchgeführt, bei denen das gesamte Kollegium, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern eingebunden sind.
* Sportveranstaltungen
o Schulturniere
o AOK „Run & Fun“ Lauftag
o Bundesjugendspiele
o Helgoland – Staffelmarathon
o Tipp-Kick-Turniere
o „Just beat it“ – Laufwettbewerb
o „Jugend trainiert für Olympia“
o Schulliga
o Schul-Fußballcup
o Crosslauf

* Schulgemeinschaft
o Schulkleidung
o Schülerzeitungen: „Schöler Daagblatt“
o Schülerbücherei
o Schuldisco
o „Dein Tag für Afrika“
o Spieletag
o Projektwoche alle zwei Jahre
o Sportwoche alle zwei Jahre
o Abschlussfeiern
o Vorhabentage
o Klassenfahrt
o Cafeteria durch Elternarbeit

Öffnung von Schule und Kooperation (L3,6)
Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler sehr motiviert sind, wenn Außenstehende sie unterrichten. Aus diesem Grund werden häufig Experten von Naturschutzverbänden, aus Handwerk und Wirtschaft sowie der Berufsorientierung eingeladen.
* Berufsorientierung
o Informationsveranstaltungen durch den Berufsberater für Schüler und Eltern
o Monatliche Sprechstunde des Berufsberaters in der Schule
o Betriebserkundungen
o Besuch verschiedener Berufsfachmessen
o Girls´-  und Boys´-Day
o Betriebspraktika in Klasse 8 und 9
o Bewerbungstraining
o Besuch des Berufsinformationszentrums (BIZ)
o Potenzialanalyse
o Assessmenttraining (Bildungsgang RS)
o Berufseinstiegsbegleiter in der Schule
o Kooperation zwischen Wirtschaft und Schule

* Prävention
o Regelmäßige Projekte zu den Bereichen Gewalt, Mobbing, Drogen
o Busengelausbildung
o Schulsanitäterausbildung
o Klassenrat
o Schulsozialarbeiterin
o Präventionsrat


* Umweltbildung

o Schulen für eine lebendige Unterelbe
o Geo-Tag der Artenvielfalt
o Projekte im Rahmen der Zukunftsschule

Ferner gehören Projekte, Teilnahme an Wettbewerben, Vorhabentage und der jährliche Auslandsaufenthalt in England zum Lernen am anderen Ort.
Schulmanagement und Organisation (L1,4,6)
In den nächsten Schuljahren streben die Lehrkräfte eine Professionalisierung im Bereich der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und globales Lernen an.  
Stand: Januar 2018